Eine bewegte Geschichte

   

1225

wurde das Kloster vermutlich durch Markgraf Dietrich den Bedrängten oder Heinrich den Erlauchten gegründet

1236

Die Zisterzienser-Nonnen ziehen ein. Aus diesem Grund wurde das Kloster auch zum ersten Mal urkundliche erwähnt. Die Klosteranlage war noch im Bau, aber der Anfang war gelegt.

1300

Um diese Zeit erfolgte, nach Plänen des Zistersienserordens, der Bau der Klosterkirche. Sie wurde als Hallen -bzw. Saalkirche angelegt und der  St. Anna geweiht.


        






 





Gemälde von Frau Silvia Rottmann - Innenaussicht Gewölbe und Empore
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1385

übernahmen die Benediktinerinnen die Klosteranlagen. In dieser Zeit kommt das Kloster unter wettinische Herrschaft.

1409

bewohnen Franziskaner-Mönche das Kloster, aber Sie sollten nicht lange bleiben.

1454

ziehen wieder die Benediktinerinnen ein und bleiben.

1501

Der große Klosterbrand. Durch die verheerende Zerstörung werden die Klausurräume vernichtet und große Teile des Klosters schwer beschädigt.

1505

sind Dank der Äbtissin Anna von Hagennest bereits der größte Teil der Brandschäden beseitigt und der Wiederaufbau wird in Auftrag gegeben.


1517

Die Reformation macht dem Klosterleben ein Ende. Die verbleibenden Nonnen dürfen noch bis zum Lebensende bleiben. 1560 starb die letzte Nonne.

1559-1562

Mit der  Sekularisierung wurde das  Klostergelände durch Kurfürst August zum Kammergut umgewandelt. 

1562-1665

erfolgte die Verpachtung des Klostergeländes an verschiedene Pächter.

1665

Die Herzogin Anna Maria von Sachsen-Weißenfels erwirbt die Anlage und baut diese zum Sommersitz der Fürstenfamilie um.
Es werden zahlreiche Aus- und Umbauten folgen. Wie zum Beispiel die Einrichtung einer Fürstenloge in der Klosterkirche.

1682-1736

Die Klosterkirche bekommt Dank Herzog Christian ein neues barockes Kleid. Fast alle Zeichen des ursprünglichen Baustiles wurden entfernt. Er läßt die Sakristei einrichten, stiftete Leuchter und eine Glocke.

1758-1764

wurde auf dem Gut ein weibliches Frauenstift eingerichtet. 1811 wurde es teilweise auch als Waisenhaus genutzt.






 
Innenausstattung vor der Zerstörung






Innenausbau der Klosterkirche vor der Zerstörung




Ladegast-Orgel


1814-1815

Beim Wiener Kongreß werden die Grenzen Europa´s neu festgelegt und Staaten neu definiert. Von da ab gehört die Provinz Sachsen und damit auch das Kostergelände zu Preußen und wird preußische Domäne.

1827

erfolgt die Übergabe der Klosteranlage in den privaten Besitz der Familie Tallemann Bartels.

1838

wird das Gelände zum landtagsfähigen Rittergut erhoben.

1850

wird anstelle des Ostflügels der Klausur des Klosters ein Gutshaus eingerichtet. Ein Großteil der äußeren Veränderung ist noch heute auf dem Gelände der Grundschule Langendorf zu sehen.

1875-1877

geschahen die letzten großen Restaurationsarbeiten.
Der Dachreiter wurde gänzlich entfernt. Ebenfalls werden die Nebenaltäre und die Barockausstattung beseitigt.

1876- 1883

wurde die Ladegast-Orgel einbaut.

1944

Der Krieg trifft die Klosterkirche. Ende des 2. Weltkrieges werden die Außenfassade, die Bleiglasfenstern der Klosterkirche und das nebenstehende Gutshaus durch die Druckwelle einer Luftmine  stark beschädigt.

1949-1989

Ende der Klosterkirche. Abriss und Verwenden der Steine!              – Nein Danke –
Der damalige Landrat stellte den Antrag auf Abriss der Klosterkirche, dies wurde durch den Widerspruch des Langendorfer Gemeindekirchenrates verhindert.

Leider scheitern alle Renovierungsversuche und die Gottesdienste in der Kirche werden eingestellt.

Danach wurde die Klosterkirche an die  Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) als Trockenscheune und Lagenraum vermietet.

Die noch vorhandene Ladegast-Orgel wird in den 70er und 80er Jahren durch Vandalismus zerstört.
Alle verwertbaren Metalle, inklusive Teile der Orgel werden als Altmetall verwertet.

Die Kirchenbänke werden an die BSG Traktor Langendorf als Sitzgelegenheit für den Sportplatz verkauft.












1998

Endlich wird wieder etwas für die Kirche getan.
Für den Erhalt und eine erneute Nutzung der kulturhistorisch bedeutenden Kirche wird der  „Förderverein Klosterkirche Langendorf e.V.“  gegründet.

Erstmals seit fast 40 Jahren wird die Kirche wieder gesichert, die gröbsten Schäden beseitigt und ein begehbarer Fußboden verlegt. So konnte die Klosterkirche wieder für Veranstaltung benutzt werden.

1999

finden bereits die ersten kulturellen Veranstaltungen statt. Es werden noch viele weitere folgen.

2006

wird die Kirche wegen statischen Problemen im Dachbereich gesperrt und konnte vorerst nicht mehr genutzt werden.

2010

Gelang dem "Förderverein Klosterkirche Langendorf e.V.“ und durch das Mitwirken von
  • dem "Kirchenkreis Merseburg",
  • dem Kirchspiel Langendorf,
  • der Stadt Weißenfels,
  • der Lotto Totto GmbH und
  • dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF),
die notwendigen finanziellen Mittel für die Reparatur aufzubringen.
Jetzt kann die Klosterkirche wieder multifunktional genutzt werden.

- Wir danken auch Allen, die durch Spenden und Eintrittsgeldern den Wiederaufbau  und die Nutzung möglich machen-

Es ist noch viel zu tun,

aber gemeinsam werden wir für den Erhalt der Klosterkirche kämpfen.